Annegret Soltau
Operation Kunst: Sie macht ihren eigenen Körper zum Materialfundus ihrer Werke.
In größter Beharrlichkeit und Radikalität setzt Annegret Soltau sich seit mehr als drei Jahrzehnten mit dem Bild ihrer Selbst auseinander. In ihren sinnlich greifbaren Fotoübernähungen und -vernähungen spinnt sie mit schonungslosen Nadelstichen Fäden über fotografische Selbstportraits, reißt Innenwelten auf und verschließt wiederum die so entstandenen Verletzungen mit Nadel und Faden.
Auch wenn im Fokus ihrer Arbeit zu Beginn vor allem sie selbst steht, umfasst ihre Arbeit die Geschichte des Menschen insgesamt. Ihre Themen scheinen ebenso archaisch wie frappierend aktuell: Das Bild des Körpers, Gewalt, Schwangerschaft und Geburt, Generationenfolgen und die Suche nach den eigenen Wurzeln.
Dabei ist ein Œuvre entstanden, das durch seine kontrastierenden Facetten besticht, seine Drastik und zugleich Intimität. Der Betrachter wird zum Zeugen einer schonungslos-analytischen Kunstäußerung.
(Aus dem Einladungstext des Instituts Mathildenhöhe Darmstadt)
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Mehr zu Annegret Soltau gibt es auch auf ihrer Homepage www.annegret-soltau.de. Wer sich beispielsweise über die Bibliographie zur Künstlerin interessiert, kann dort unter Sammelwerke nachsehen.
In ihrem Buch "60 Jahre und ein bisschen weiser" hat Ute Karen Seggelke 21 Frauen fotografiert und ihnen Fragen zu ihrem Leben und dem Älterwerden gestellt. Sie traf prominente Frauen wie Hannelore Elsner, Senta Berger und Christine Kaufmann. Aber auch Frauen, die nicht in der Öffentlichkeit stehen. Die Porträtierten gehören alle zur 1940er-Generation. Eine der Frauen ist übrigens Annegret Soltau.


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