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09. März 2006  | 

Margot Middelhauve

Die Künstlerin experimentiert mit Collagen und Holzstelen – Ihr Thema ist menschliche Verewigung

"Meine Malerei hat sich den Weg in den Raum erobert"

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1970 erste anregende Begegnung mit neolithischen Stätten, die später zum Leitthema ihrer Arbeit werden. Zu dieser Zeit ausschließlich Farbzeichnungen zum Thema Landschaft und Technik: Eingriff – Veränderung – Umbruch.

Ab 1974 entstehen Acrylbilder auf Leinwand zu ähnlichen Themen im Wechsel mit Farbzeichnungen.

Mitte der achtziger Jahre fließen beide Techniken – Zeichnung und Acrylmalerei – auf Leimpapier zusammen. Eingebettet in gestische Malerei bilden sich kräftige, eigenständige Formen (z. B. Stämme, Säulen, Mauern), die aus dem Bildgefüge herauswachsen. So entstehen ab 1988 Collagen aus obigem Material, die den zeitlichen Ausgangspunkt dieser Ausstellung markieren.

Anfang der neunziger Jahre entsteht in gleicher Technik der 14-teilige Zyklus „Kassandra“, der sich mit dem landschaftlich-architektonischen Umfeld (Schlachtfeld, Tempel, Höhle, Zelle usw.) dieser mythologischen Gestalt auseinandersetzt. Anregung waren Gespräche und Lesungen zum gleichnamigen Buch von Christa Wolf.

Die Collage-Technik (auf Leimpapier, Leinwand, Holz) wird erweitert durch Fotokopie auf Ingrespapier. So können fotografische, durch Schwarz-Weiß-Fotokopie veränderte „Zitate“ aus Landschaft, Architektur und alten Monumenten sehr direkt ins Bild gebracht werden.

In diese Zeit fallen viele Reisen zu den europäischen Megalith-Stätten wie Malta, Bretagne, Cornwall, Orkney-Inseln und Hebriden.

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Ab 1994 wird die Ölfarbe in pastoser Mischtechnik das neue Arbeitsmaterial, Bildträger ist nun ausschließlich Holz. Das auf vielen Reisen Zusammengetragene wird in Spuren, Zeichen, Bewegungen in dicken Lagen gespachtelt und geschichtet. Weiterhin wird mit Acrylpapier und Fotokopie collagiert.

Die rechteckige Bildform wird aufgegeben, es entstehen frei zugesägte Formen mit landschaftlich-topografischen Bezügen. Bewegung und Beziehung der einzelnen Tafeln zueinander werden wichtige Gestaltungselemente.

Seit 2000 entstehen neben Holztafeln zunehmend hohe, schmale Formen, die als plastische, bemalte Objekte frei im Raum stehen. Die ersten Stelen waren dem Steinkreis „Callanish“ (Hebriden) verpflichtet. Die letzten Stelen haben einen deutlichen Bezug zur Skyline „Manhattan“,Ergebnis eines New York-Besuches im Jahr 2000.

SAP

 

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Mehr Bilder gibt es unter: www.margot-middelhauve.de

 

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