Ein Mann steht auf dem Dach eines Hochhauses. Um zwölf Uhr muss er springen. Polizei-Detective Lucetti (Terrence Howard), der gerade erfahren hat, das seine Kinder gar nicht von ihm gezeugt wurden, versucht, den Selbstmordkandidaten von der Kante fernzuhalten. Matthew Chapman hat sein Drehbuch wie am Reißbrett entworfen und „The Ledge – Am Abgrund“ (Universum-Film) auch so nüchtern verfilmt.
In Rückblenden sehen wir, wie der Hotelmanager Gavin (Patrick Wilson) seine Nachbarin Shama (madonnenhaft: Liv Tyler) als Zimmermädchen einstellt. Bald verliebt sich der lässige Atheist mit schwulem Mitbewohner in die Frau des fundamentalistischen Missionars Gavin (Charlie Hunnam), der als christlich erweckter Sünder einst die in Prostitution und Drogensucht gefallene Shana rettete. Daraus entwickelt sich eine Liebesgeschichte wie eine moralische Schachpartie, bei der die Züge absehbar, aber auch konsequent durchgespielt werden.
Moral am Abgrund
Ein Mann steht auf dem Dach eines Hochhauses
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