Jeweils montags um 20.15 Uhr im Darmstädter Rex.
Los geht es heute (Montag): In „Zemestan – Es ist Winter“ verliebt sich ein Mechaniker in eine verheiratete Frau, deren Mann Teheran auf Arbeitssuche vor langer Zeit verließ. Im Zyklus der Jahreszeiten erzählt Rafi Pitts in ruhigen, poetischen Bildern von Menschen in vergeblicher Aufbruchstimmung. Auch der mehrfach ausgezeichnete Regisseur verließ inzwischen seine Heimat.
„Bad oh Meh – Wind und Nebel“ (13. Februar) und „Schildkröten können fliegen“ (12. März) erzählen von Kindern, die unter dem Kriegstrauma zu leiden haben. Einer behüteten Familie entstammt dagegen Comiczeichnerin Marjane Satrapi. Auf ihrer autobiografischen Reihe „Persepolis“ basiert der gleichnamige Trickfilm (5. März), der nicht nur einen sarkastischen Blick auf ihre Kindheit in Teheran, sondern ebenso auf ihre unglückliche Wiener Exilzeit wirft.
Nur vordergründig unpolitisch wirkt das auf der Berlinale ausgezeichnete Drama „Elly“ (27. Februar). Ein scheinbar entspanntes Wochenende dreier befreundeter Paare entwickelt sich zum Desaster, als die Kindergärtnerin Elly verschwindet. Nach ruhigem Start entwickelt Asghar Farhadi ein fesselndes Porträt einer nur vordergründig modernen Gesellschaft. Mit der Protestwelle von 2009 setzt sich schließlich „The Green Wave“ (19. März) anhand von Handyaufnahmen, Interviews und Trickszenen auseinander.
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