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WEITERSTADT.
,,Super-8-Filme sind Kult", schwärmt Nic Girschik, Technikmitarbeiter beim Weiterstädter Filmfest. Es ist Samstagnacht und wieder Zeit für den Super-Acht-Wettbewerb. ,,Das waren die ersten Filme, die in den Anfangsjahren des Festivals gezeigt wurden. Die Acht-Millimeter-Filme kommen noch von der Rolle, meist wird digital gedreht und aufgenommen, die Bilder werden dann auf Zelluloid gezogen", erzählt Nic Girschik. Zehn Kurzfilme stehen auf dem Programm, der kürzeste dauert 43 Sekunden, der längste knapp zehn Minuten. Wer nahe der Technikkabine sitzt, kann das Rattern der Filmmaschine hören. Die Streifen, die teils mit ruckelndem Blitzlichtgewitter in Gang kommen und schwankende Tonqualität haben, beschwören die Zeit herauf, als die Bilder laufen lernten. Mehrmals kommt es zu Filmrissen, die Techniker kleben die Streifen, während die Zuschauer sich in Geduld üben.Da die Filme bar jeglicher kommerzieller Interessen entstehen, nutzen die Filmemacher den künstlerischen Freiraum, um Konventionen kritisch, fantasievoll und experimentell aus den Angeln zu heben. Das macht jeden Film einzigartig. Nach Auszählung der 538 gültigen Publikumsstimmen stehen am frühen Sonntagmorgen die Bestplatzierten fest. Mit zwanzig Stimmen Vorsprung wird der Offenbacher Filmemacher Manuel Francescon Sieger des Wettbewerbs. Es ist bereits sein sechster Sieg in Weiterstadt.
Termine
Das Weiterstädter Filmfest geht heute (Montag) ab 20 Uhr mit einem Best-of-Programm im Kinozelt am BMX-Platz zu Ende.
Am Freitag (20.) gibt es um 21 Uhr eine Nachlese des 34. Festival-Jahrgangs in der Darmstädter Centralstation.


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