E-Paper | Mobil | Newsletter | RSS RSS
 
 
| |
 
SUCHE: | Erweiterte Suche |
 
| Suchen |
 
 

„Biss zum Ende der Nacht – Teil 2“

Der zweite Teil des vierten Kapitels vollendet die „Twilight“-Saga

Ankunft im Eheglück: Kristen Stewart als Bella, Robert Pattinson als Edward. Foto: Concorde
Das Liebesspiel zwischen Mensch und Vampir hat ein besonderes Kind hervorgebracht, das den Ober-Blutsaugern des Volturi-Clans als Sakrileg erscheint. Edwards Familie soll dafür büßen. In Bill Condons Film kommt es daher zu einer Vampir-Schlacht, mit der die überaus beliebte „Twilight“-Saga zu Ende geht.

Was haben uns die bisherigen vier Teile der „Twilight“-Saga nicht schon alles zugemutet! Eine jungfräuliche Heldin namens Bella Swan. Vampire, die im Sonnenlicht glitzern. Indianische Naturburschen, die bei jedem Wetter oberkörperfrei mit kurzen Hosen durch die Wälder streifen und sich in nahezu elefantengroße Wölfe verwandeln. Ein hoffnungslos verliebter Blutsauger mit Beißhemmung. Christlich-fundamentalistische Keuschheitsregeln und Abtreibungsverbote.
Im letzten Teil der auf den „Twilight“-Romanen der Mormonin Stephenie Meyer basierenden Verfilmungen spielt plötzlich vieles davon keine Rolle mehr. Denn inzwischen sind Bella (Kristen Stewart) und ihr untoter Liebhaber Edward (Robert Pattinson) verheiratet und haben ein Kind. Außerdem ist Bella nun selbst ein Vampir, weil sie ansonsten bei der Geburt gestorben wäre. Und Werwolf-Nebenbuhler Jacob (Taylor Lautner) erkennt, dass er sich die ganze Zeit nur so sehr für Bella interessierte, weil ihm die Rolle des Wächters ihrer Tochter vorherbestimmt war.
Entsprechend harmonisch geht es zunächst auch im zweiten Teil von „Biss zum Ende der Nacht“ zu, dem Abschluss der erfolgreichen Saga. Und wenn nicht doch noch anderes Ungemach drohen würde, dann bestünde der Horror diesmal im breit grinsenden Babygesicht des Vampirbalgs, das alle selig macht, die sich in seiner Nähe befinden. Das Renesmee genannte Kind ist in der Tat etwas ganz Besonderes, denn es ist trotz seines nicht-menschlichen Status’ sterblich – Jesus lässt grüßen – und besitzt zudem übersinnliche Fähigkeiten.
Diese Botschaft erreicht den Volturi-Obervampirclan in Italien jedoch nur in verzerrter Weise, was die altehrwürdigen Hüter der heiligen Blutsauger-Regeln in Rage versetzt und zu einem Besuch in der Neuen Welt nötigt, um dort einen Standgericht-Termin für Edward und dessen abtrünnige Cullen-Familie abzuhalten. Auf Vergehen gegen die Vampirgesetze steht die Todesstrafe – was bei Untoten deren Vernichtung durch Enthauptung und anschließendes Verbrennen bedeutet. Und das Bastard-Kind muss nach dem Willen der Volturi ohnehin sterben.
Um ihre korrekte Verhaltensweise und den Sonderstatus von Renesmee zu beweisen, trommeln die Cullens Vampir-Herrscherfamilien auf der ganzen Welt zusammen, die gegenüber den Volturi als Zeugen auftreten sollen. Keiner glaubt jedoch wirklich daran, dass der als erbarmungslos geltende Volturi-Chef Aro (Michael Sheen) und seine Getreuen in friedlicher Absicht auftauchen werden. Und deswegen bereiten sich alle auf eine große Schlacht vor, in der sogar Jacobs Werwolfbande zusammen mit den Vampiren gegen die Bedrohung aus Übersee antritt.
Wen der bisherige Verlauf des Films angeödet hat, kommt nun auf seine Kosten. Denn die Kampfhandlungen wurden von Regisseur Bill Condon – er inszenierte auch den Vorgängerfilm – äußerst spannend umgesetzt und führen zu hohen Verlusten in den Reihen der Helden: Die überraschend brutale Sequenz mit zahlreichen Enthauptungen sowie brachialen Knochen- und Genickbrüchen könnte die Jüngsten im Publikum schockieren. Wer das – freilich trotz aller Härte unblutige – Finale übersteht, wird mit einer Drehbuch-Wendung belohnt, die so raffiniert und doch in sich logisch ist, dass man sie dem Film gar nicht zugetraut hätte.

Ab zwölf Jahren.

Mehr dazu auf www.breakingdawn2-derfilm.de.



Mehr Videos zum Thema Kino:

Trailer zu den aktuellen Filmen sowie Interviews, Filmausschnitte und mehr gibt es im Video-Center von „Echo Online“.

 

Artikel Text Laenge: 3483

ANZEIGE
 
  • 19. November 2012
  • Von Dirk Henninger
x Artikel verlinken

Wenn Sie auf diesen Artikel von echo-online.de verlinken möchten, können Sie einfach und kostenlos folgenden HTML-Code in Ihre Internetseite einbinden:

Bitte beachten Sie unsere AGB, die Datenschutzerklärung und das Impressum. Sämtliche Rechte für Artikel liegen bei der Echo Medien GmbH. Beiträge dürfen als Textkopie, Pdf-Datei oder Bild-Scan nur nach Absprache in das Layout anderer Seiten eingebunden werden.

 
SCHON GESEHEN?
 
 
ANZEIGE