Wie bringt man ein Mammut, ein Faultier und einen Säbelzahntiger auf eine im Meer treibende Eisscholle? Für Katastrophen solcher Art ist seit Urzeiten das paläolithische Eichhorn Scrat verantwortlich: Dessen ewige Jagd nach der Nuss setzt in „Ice Age 4“ die Kontinentaldrift in Bewegung.
Die Ereignisse von Jahrmillionen auf actiontaugliche Momente zu reduzieren, ist seit jeher die Stärke der „Ice Age“-Saga. Auch im vierten Teil der Animationsserie gleicht das eiszeitliche Leben und Überleben einer rasanten Schlittenfahrt von einer Gefahr zur nächsten. Dabei ist die Botschaft doch immer dieselbe: Gletscher bersten, Gebirge stürzen ins Meer, doch die Freundschaft übersteht jeden Sturm.
Die dramatische Trennung von Haupt- und Nebenfiguren zeigt aber auch das klitzekleine Problem dieser Botschaft: Sie steht im stillen Konflikt mit den Familienwerten, die im Hause Blue-Sky-Studios höher gehalten werden als bei der Konkurrenz von Pixar und mit jedem Teil mehr Gewicht bekamen. Mammut Manny verliert die Obhut über seine pubertierende Tochter, Faultier Sid ist seine aufgekratzte Sippe nach der ersten Begegnung schon wieder los – mehr denn je ist „Ice Age 4 “ ein Mehrgenerationenfilm, der die Bedürfnisse neuer und alter Zuschauergruppen unter einen Hut zu bringen versucht. Der Zusammenhang der ebenfalls auseinanderdriftenden Handlungsteile geht dabei bisweilen verloren.
Das erstmals verantwortliche Regieduo Steve Martino und Mike Thurmeier hat jedoch genug Einfälle, um diese Schwäche auszugleichen.
Ohne Alterbeschränkung.
Mehr dazu auf www.iceagemovie.com.
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