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Mads Mikkelsen. Foto: Senator
Schlimmer hätte es nicht kommen können: Seine kleine Tochter ist ertrunken, seine Frau (Jessica Schwarz) hat ihn verstört verlassen. David Andernach (Mads Mikkelsen) kann sich selbst nicht verzeihen. Er hätte den tödlichen Unfall verhindern können, wenn er auf einen Seitensprung mit seiner Nachbarin (Heike Makatsch) verzichtet hätte. Jetzt denkt der verzweifelte Künstler nur noch an Selbstmord.
Doch da führt ihn ein Schmetterling zu einer Höhle mit einer geheimnisvollen Tür. Dahinter lauert eine zweite Chance auf ihn, von der man im wirklichen Leben nur träumen kann. Unverhofft findet er sich in seinem alten Garten wieder. Noch einmal sieht er Töchterchen Leonie in den Pool stürzen, nur springt er ihr diesmal rechtzeitig hinterher und rettet sie, um ihr fortan ein guter Vater zu sein. Die ganze Sache hat nur einen Haken: David begegnet seinem jüngeren Alter Ego. Es kann aber nur einen David geben. Also muss er den Doppelgänger loswerden und so paradoxerweise neue Schuld auf sich laden.
Damit sind die Weichen für einen packenden Film noir gestellt, der alles besitzt, was dieses Genre ausmacht: eine originelle Grundidee, eine bedrohlich-düstere Atmosphäre, rätselhafte Elemente und Suspense. Der Einfluss von Thrillern wie ,,Klute" oder ,,The Sixth Sense", an denen Regisseur Anno Saul sich orientierte, ist deutlich zu spüren. ,,Die Tür" ist ein kleines Meisterstück in einem Genre, von dem im deutschen Kino bislang nicht viel erwartet werden durfte. Eines, das auch Sinn für Psychologie bezeugt, wobei sich Saul auf erstklassige Schauspieler verlassen kann. Allen voran der Däne Mads Mikkelsen brilliert als verzweifelter Vater.
Auch an schaurigen Wendungen mangelt es nicht: Die neue Welt hinter der magischen Pforte, sie ist nur auf den ersten Blick eine perfekte Nachbildung der gewohnten, häufen sich doch die Anzeichen, dass dort ganze Scharen von Doppelgängern eine zweite Chance suchen. So bröckelt die scheinbare Harmonie hinter der Fassade. Abgründe tun sich auf, die im wahrsten Sinne des Wortes mörderische Pseudo-Gesellschaft ist ein einziger großer Bluff.
Ab 16 Jahren.
Mehr dazu unter www.dietuer.senator.de
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