Was haben eine Axt, ein Rasierpinsel oder ein alter Slip in einem Museum zu suchen? Eigentlich nichts. Was sie besonders macht, ist die Geschichte und die Gefühle, die mit den Alltagsgegenständen verbunden sind. Während andere Museen noch an ihrem verstaubten Image kratzen, hat sich das kleine „Museum of Broken Relationships“ (Museum der zerbrochenen Beziehungen) in Zagreb mit einem ungewöhnlichen Thema in das Herz seiner Besucher geschlichen. Hier geht es nämlich um Liebeskummer, den Herzschmerz, den eine Trennung mit sich bringt. Auf 300 Quadratmetern finden sich Gegenstände, die am Ende der großen Liebe übrig geblieben sind. Die Künstler Olinka Vištica und Dražen Grubišic hatten 2007 die Idee, Reliquien der Gefühle lieber auszustellen, als sie in den Müll zu werfen. Sie begannen mit einer Wanderausstellung, bis sie nach drei Jahren eine Heimat für die Exponate in Zagreb fanden.Eine Berlinerin beispielsweise erzählt auf der Wandtafel (in kroatisch und englisch), dass sie mit der ausgestellten Axt die Möbel ihrer Freundin zerkleinerte, als diese sie wegen einer anderen Frau verlassen hatte. Jeden Tag zerhackte sie ein Möbelstück. Als die Ex nach einiger Zeit kam, um ihre Sachen aus der gemeinsamen Wohnung abzuholen, präsentierte sie ihr die säuberlich aufgeschichteten Trümmer,
Museum of Broken Relationships , Cirilometodska 2, Zagreb, täglich von 9 bis 21 Uhr geöffnet, Internet www.brokenships.com.
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