„Selbst wir Einheimischen schauen immer wieder hinauf“, sagt der Hotelier Daniel F. Lauber. Ohne das Matterhorn kommt sein Hotel „Cervo“ genauso wenig aus wie das Designhotel „Matthiol“, an dem der James-Bond-Regisseur Marc Forster beteiligt ist. Im „Matthiol“ ist das Matterhorn sogar auf den Dusch-Armaturen eingraviert.
Erhaben und majestätisch wirkt der Berg aber nur von Zermatt aus. Auf der italienischen Seite des insgesamt 350 Kilometer Pisten umfassenden Skigebiets heißt er „Monte Cervino“ – und sieht vergleichsweise unspektakulär aus. Matterhornfans kehren deshalb schnell wieder auf die Schweizer Seite zurück, wenn sie die breiten Abfahrten ins italienische Breuil Cervinia hinuntergewedelt sind. Den schönsten Blick auf das Matterhorn und 28 weitere Viertausender hat man von den Pisten rund um den 3089 Meter hohen Gornergrat und das 3103 Meter hohe Rothorn.
Anreise: Bequem und umweltschonend ist die Anreise mit der Bahn. Mit den City Night Line Zügen erreicht man über Nacht Zürich und fährt dann mit der Schweizer Bahn bis ins autofreie Zermatt. Wer mit dem Auto anreist, fährt bis zum Parkhaus Täsch. Für die letzten Kilometer steigt man in die Bahn um.
Reisezeit: Die Skisaison dauert von Ende November bis Anfang Mai, auf dem Gletscher kann man ganzjährig fahren.
Geld: Ein Euro entspricht 1,24 Schweizer Franken (Stand: Dezember 2011) .
Informationen: Tourismusbüro Zermatt, CH-3920 Zermatt (Telefon 0041 27 9668100, E-Mail info@zermatt.ch). Im Internetportal www.zermatt.ch findet man auch ein Hotelverzeichnis. Allgemeine Hinweise gibt es bei Schweiz Tourismus, Rossmarkt 23, 60311 Frankfurt am Main (Telefon 00800 100 20030, E-Mail info@myswitzerland.com).
Genau dazwischen liegt der Weiler Findeln. Ein paar Bauernhäuser steht am Pistenrand auf einer Alm, vis-à-vis ragt das Matterhorn empor – ein Traum für Fotografen und Wintersportler. In einem der Bauernhäuser versteckt sich einer der besten Hüttenrestaurant Zermatts: das „Chez Vroni“.
Auf den Bergen und im 1620 Meter hoch gelegenen Ort gibt es zahlreiche Spitzenrestaurants mit insgesamt 246 Gault-Millau-Punkten. Das skurrilste Lokal ist das „Chez Heini“, in dem Besitzer Dan Daniell nicht nur hervorragendes Lamm von der eigenen Alm serviert, sondern auch noch jeden Abend seinen „Matterhorn-Schlager“ singt. Zum Abschluss folgt dann „I have a dream“, das Daniell mit ABBA-Sängerin Frida im Duett aufgenommen hat.
Die berühmte Schwedin lebt seit Jahren in Zermatt. So wie viele Reiche, die in den Liftstationen mit Werbeplakaten von Luxusuhren und Privatbanken umworben werden, aber in dem bodenständigen Ort nur selten protzen. Die meisten tauchen unter in der Masse der Besucher, die nicht nur zum Skifahren kommen.


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