Das beginnt bereits am frühen Morgen: Gegen acht Uhr macht sich im Osten der erste zögerliche Schimmer bemerkbar. Die eigentliche Dämmerung beginnt allerdings erst um neun. Dann färben sich Schnee und Himmel in einem Blauton, der während der folgenden Stunde immer leichter wird. Der Sonnenaufgang lässt sich Zeit. Auch Morgenmuffel kommen so in den Genuss des Farbenspiels.
Um es wirklich auskosten zu können, empfiehlt sich eine Unterkunft weitab der Lichter von Reykjavik. Einen weiten Blick über die verschneite Ebene im Süden der Insel bietet das Hotel Ragná, an einer Windung des gleichnamigen Flusses gelegen, dessen hochklassiges Restaurant auch bei den Einheimischen beliebt ist. In nordöstlicher Richtung lässt sich von dort ein spitzer Gipfel erspähen: die Hekla, einer der drei aktivsten Vulkane Islands.
Anreise: Die isländische Fluglinie Icelandair fliegt im Winter bis zu viermal pro Woche ab Frankfurt nach Island, im Sommer täglich. Kurzreisepakete, zum Beispiel der „Superdeal“ ab 339 Euro für Flug und drei Hotelübernachtungen mit Frühstück, ergänzen das Angebot. Informationen über Flüge und Kurzaufenthalte in Island gibt es unter www.icelandair.de sowie über Telefon 069 299978 und in Reisebüros.
Unterkunft: Das Hotel Ragná bietet in der Wintersaison Zimmer ab 180 Euro pro Nacht (www.hotelranga.is).
Die Web-Seite des Café Gullfoss (www.gullfoss.is) ist größtenteils auf isländisch gehalten, Kontaktinformationen und Anfahrtstipps gibt es aber auch auf englisch.
Das Fontana Spa am Laugarvatn, das 2011 eröffnet wurde, informiert in englischer Sprache unter www.fontana.is, eine deutsche Fassung ist geplant.
Buchtipp: Der Polyglott Apa Guide „Island“ (24,95 Euro) bietet auf 452 reich bebilderten Seiten einen guten Überblick der wichtigsten Sehenswürdigkeiten und viele praktische Tipps.
Auch sie trägt manchmal ihren Teil zu den Lichterspielen bei: „Bei ihrem letzten großen Ausbruch sah die Hekla nachts aus wie Kerzen am Horizont“, erinnert sich der isländische Journalist und Übersetzer Arthúr Bollason, der damals in Sichtweite des Vulkans lebte. Seit dem Jahr 2000 verhält der sich allerdings ruhig.
Anders der südlich gelegene Eyjafjallajökull, der 2010 Berühmtheit erlangte, indem er den Flugverkehr über Nord- und Mitteleuropa tagelang lahmlegte. Der Gletscher, unter dem sich der Vulkan verbirgt, ist der sechstgrößte auf Island. Zu seinen Füßen zu stehen, ist kein schlechter Ort, wenn gegen zehn ein zarter Rosaton den Himmel färbt. 1666 Meter steigt er beinahe senkrecht aus dem flachen Land auf und wirkt damit ebenso eindrucksvoll wie vielfach höhere Alpengipfel. Genau wie sie vermag auch der Eyjafjalla-Gletscher, im Licht der Morgensonne erst rosig und dann in intensivem Goldton zu erglühen.
Zu lange sollten sich Besucher von diesem Anblick allerdings nicht verzaubern lassen, denn weiter im Landesinneren warten ebenso schöne Ziele. Etwa der „Goldenen Wasserfall“, der Gullfoss. Fällt das Sonnenlicht im richtigen Winkel ein, dann bildet sich über ihm ein prächtiger Regenbogen. Im Winter schmücken sich seine beiden elf und 21 Meter hohen Stufen zusätzlich mit Gittern aus dickem Eis. Besucher können sie entweder von einem höher gelegenen Aussichtspunkt oder von einem unterhalb gelegenen Spazierweg aus bewundern.



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