Die Dänen, so ergab eine Umfrage, sind das glücklichste Volk der Welt. Kaum zu glauben, wenn dort ein VW Golf wegen der Luxussteuer fast 60 000 Euro kostet, ein Glas Marmelade im Supermarkt mit 4,50 Euro bezahlt werden will und die Übernachtung in einem sehr einfachen Hotel deutlich jenseits der 100 Euro liegt. Diesen Zahlen muss jedoch das hohe Einkommen der dänischen Bevölkerung gegenübergestellt werden, ebenso die hervorragenden sozialen Leistungen, zum Beispiel die gleiche ärztliche Versorgung für alle, egal ob arm oder reich.
Wer in Dänemark Urlaub machen will, sollte für alles etwas mehr Geld einkalkulieren als bei einem Urlaub an der deutschen oder der holländischen Nordseeküste. Aber es lohnt sich. Vor allem in der Region Südwest-Jütland, wo sich mit Blavandshuk der westlichste Teil des Landes befindet. Zugleich gilt Blavandshuk als der nördlichste Punkt des Nationalparks Wattenmeer. Wer die vielen Stufen hinauf auf den Leuchtturm geschafft hat, der wird mit einem einmaligen Blick über eine außergewöhnliche Landschaft belohnt. Kleine, reetgedeckte Häuser ducken sich in die Dünenlandschaft. Weite Sandstrände ziehen sich an den Küsten entlang, dazwischen immer wieder Bunker aus Kriegszeiten, die teilweise zugeschüttet sind, teilweise aber auch besichtigt werden können.
Vogelfreunde finden hier ein wahres Paradies. Das ganze Jahr über, vor allem aber im Frühjahr und im Herbst, wenn die Vögel vom Süden kommen oder sich dorthin auf den Weg machen, sind Hunderttausende zu beobachten. Viele, wie Schnepfen oder Kiebitze, brüten hier, ebenso Kurzschnabelgänse oder die seltenen hellbäuchigen Ringelgänse. Solche Vogelschwärme locken auch Raubvögel, so dass Vogelbeobachter Bussarde, Falken und Seeadler bewundern können.
Überhaupt bietet Südwestjütland viel Natur und ist deshalb ideal für Urlaub mit Kindern. Ferienhäuser stehen einsam irgendwo zwischen den Dünen und eigenen sich für alle, die absolute Ruhe und Natur pur suchen.
In Blavandshuk hat sich auch Claus Skov niedergelassen. Er ist einer der Spitzenköche Dänemarks und Vertreter der neuen dänischen Küche, die auf biologische Produkte aus der Region setzt und gerne experimentiert. Claus Skov macht das erfolgreich mit allerlei Dingen. Apfel- oder Heidekrautbier sind in seinem dem Restaurant angegliederten Laden ebenso zu bekommen wie eine sehr leckere und würzige Salami vom selbst gezüchteten Deichlamm. Bevor er seine Produkte anbietet, probiert er sie in seinem Essenslaboratorium aus.
Fanø in Südwestjütland
Südwestjütland – Die Insel Fanø lädt in der Nebensaison zu einer Ruhepause ein – Besuch beim glücklichsten Volk der Welt
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Wer in Südwestjütland unterwegs ist, sollte sich das Bernsteinmuseum in Ravhuset Hennebjerg nicht entgegen lassen. Dessen Besitzer stellt aus Bernstein bemerkenswerte Schmuckstücke her und zeigt faustgroße Fundstücke und Bernstein aus aller Welt.
Fisch gehört in Dänemark auf jede Speisekarte. Doch nichts ist schöner, als sich seine Mahlzeit selbst zu fangen. Auf der Insel Fanø zum Beispiel können Touristen bei Ebbe ins Watt marschieren und sich dort Austern suchen. Die Ausbeute ist so reichlich, dass die mitgeführten Eimer innerhalb weniger Minuten prall gefüllt sind. Wer die Austern nicht gleich vor Ort genießen möchte, kann sich irgendwo zu einem Picknick niederlassen. Einige Wattführer, die die besten Austernplätze kennen, haben für die Zubereitung zahlreiche Rezepte parat. Auf den Grill gelegt und mit einem würzigen Käse überbacken sind die Austern ein besonderer Genuss.
Fanø , die nördlichste der dänischen Wattenmeerinseln, liegt etwa 50 Kilometer nördlich von Sylt und ist in ihrer Anmutung durchaus mit der deutschen Promi-Insel vergleichbar. Mit der Fähre ist die kleine Insel mit ihren größtenteils mehr als 100 Jahre alten Häusern von Esbjerg aus in knapp zehn Minuten erreichbar. Auf der knapp 56 Quadratkilometer großen Insel wohnen gerade mal rund 3200 Einwohner. Während Nordby der typische Touristenort ist, geht es in dem 277-Seelen-Ort Sønderho sehr gemächlich zu. Dort scheint die Zeit stehen geblieben zu sein.
Fanø war schon immer eine der bedeutendsten Inseln Dänemarks. 1870 besaß sie nach Kopenhagen die zweitgrößte Handelsflotte des Landes. Auch auf Fanø sind während des Vogelflugs hunderttausende Vögel zu beobachten. Doch in der Feriensaison wird es auf der Insel eng. Mehr als 2700 Ferienhäuser sind dort registriert, so dass die Touristen die Zahl der Einwohner dann leicht überflügeln.
Ab Oktober bis ins Frühjahr gilt die Insel als Geheimtipp.Als Teil des Atlantikwalls hatte Fanø im Zweien Weltkrieg eine herausragende Bedeutung. Deshalb befinden sich auch hier noch zahlreiche Bunker, die heute ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen und abends ein abgelegener und verschwiegener Treffpunkt für Liebespaare sind.
Um das weite Land zu erkunden, empfiehlt sich die Anreise mit dem Auto. Wer aus dem Rhein-Main-Gebiet über Hamburg und Flensburg Richtung Südwestjütland fährt, sollte mindestens um die zehn Stunden Fahrtzeit einkalkulieren. Und er muss sich darauf gefasst machen, an der Grenze kontrolliert zu werden. Denn trotz des Protestes der EU haben die Dänen vor einigen Monaten ihre Grenzkontrollen wieder eingeführt. Auch das gehört zu den Eigenheiten des kleinen Landes.
Fisch gehört in Dänemark auf jede Speisekarte. Doch nichts ist schöner, als sich seine Mahlzeit selbst zu fangen. Auf der Insel Fanø zum Beispiel können Touristen bei Ebbe ins Watt marschieren und sich dort Austern suchen. Die Ausbeute ist so reichlich, dass die mitgeführten Eimer innerhalb weniger Minuten prall gefüllt sind. Wer die Austern nicht gleich vor Ort genießen möchte, kann sich irgendwo zu einem Picknick niederlassen. Einige Wattführer, die die besten Austernplätze kennen, haben für die Zubereitung zahlreiche Rezepte parat. Auf den Grill gelegt und mit einem würzigen Käse überbacken sind die Austern ein besonderer Genuss.
Fanø , die nördlichste der dänischen Wattenmeerinseln, liegt etwa 50 Kilometer nördlich von Sylt und ist in ihrer Anmutung durchaus mit der deutschen Promi-Insel vergleichbar. Mit der Fähre ist die kleine Insel mit ihren größtenteils mehr als 100 Jahre alten Häusern von Esbjerg aus in knapp zehn Minuten erreichbar. Auf der knapp 56 Quadratkilometer großen Insel wohnen gerade mal rund 3200 Einwohner. Während Nordby der typische Touristenort ist, geht es in dem 277-Seelen-Ort Sønderho sehr gemächlich zu. Dort scheint die Zeit stehen geblieben zu sein.
Fanø war schon immer eine der bedeutendsten Inseln Dänemarks. 1870 besaß sie nach Kopenhagen die zweitgrößte Handelsflotte des Landes. Auch auf Fanø sind während des Vogelflugs hunderttausende Vögel zu beobachten. Doch in der Feriensaison wird es auf der Insel eng. Mehr als 2700 Ferienhäuser sind dort registriert, so dass die Touristen die Zahl der Einwohner dann leicht überflügeln.
Ab Oktober bis ins Frühjahr gilt die Insel als Geheimtipp.Als Teil des Atlantikwalls hatte Fanø im Zweien Weltkrieg eine herausragende Bedeutung. Deshalb befinden sich auch hier noch zahlreiche Bunker, die heute ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen und abends ein abgelegener und verschwiegener Treffpunkt für Liebespaare sind.
Um das weite Land zu erkunden, empfiehlt sich die Anreise mit dem Auto. Wer aus dem Rhein-Main-Gebiet über Hamburg und Flensburg Richtung Südwestjütland fährt, sollte mindestens um die zehn Stunden Fahrtzeit einkalkulieren. Und er muss sich darauf gefasst machen, an der Grenze kontrolliert zu werden. Denn trotz des Protestes der EU haben die Dänen vor einigen Monaten ihre Grenzkontrollen wieder eingeführt. Auch das gehört zu den Eigenheiten des kleinen Landes.
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