Urlaub mit Otto Waalkes? Kein Scherz: Auf der Turracher Höhe an der Landesgrenze zwischen der Steiermark und Kärnten ist das tatsächlich möglich. Der Komiker aus Ostfriesland ist nämlich ein Freund des dortigen „Jägerwirts“. In dessen Seehotel taucht der Scherzbold immer mal wieder auf. „Ein Riesending“ sei das, wenn der Mann das Haus betrete, schwärmt die Hoteliersfamilie Brandstätter. Ein ernstes Gespräch ist dann zwar kaum noch möglich, dafür kennt der Spaß keine Grenzen. Vor allem die Kinder sind hingerissen.
Die Brandstätters haben seit ihrer Bekanntschaft mit Otto natürlich ebenfalls gut Lachen. Seit mehr als 100 Jahren steht ihr Haus, seit den achtziger Jahren haben sie sich auf Familien und Wellness spezialisiert. Und da passt es hervorragend, dass sie mit dem „einzigartigen und von Otto eigens autorisierten Ottifanten-Kinderclub“ werben können. Die Kleinen essen vom Ottifanten-Geschirr und schlafen in der passenden Bettwäsche. Und als Clou gibt es auch noch einen „Ottifanten-Express“ für die Nachwuchs-Skifahrer: Der Juniorchef des Hotels zieht diesen Schlitten mit seinem Schneemobil über den zugefrorenen See zum nächsten Skilift.
Die Turracher Höhe mag nicht gerade das Traumziel für die Altersklasse der Sechzehn- bis Vierundzwanzigjährigen sein, obwohl es auch für sie durchaus herausfordernde Pisten gibt mit Hindernissen für Snowboarder und Schanzen für Skifahrer. Doch alles in allem sind die knappen 40 Pistenkilometer zwischen 1763 und 2205 Metern von eher sanfter Natur und gut überschaubar. Aber gerade dieser Umstand kann zum Trumpf für Familien mit kleineren Kindern werden und zugleich anziehend auf Genussskifahrer wirken. Es geht jederzeit familiär hier zu. Zumal die vierzehn Liftanlagen eine Transportkapazität von 10 000 Skifahrern pro Stunde haben, aber nur 1600 Gästebetten zur Verfügung stehen und die Zahl der Tagesgäste sich in Grenzen hält. „Es gibt also wirklich keine Wartezeiten“, wird versichert. Dass das Gebiet dank seiner geografischen Lage recht schneesicher ist und die Saison in der Regel von November bis Mai dauert, ist ein schöner Zusatzbonus.
Informationen über Familienurlaub in der Steiermark findet man unter www.familienurlaub-steiermark.at. Unter anderem sind dort 22 Familienhotels vom Kinderbauernhof über Pensionen bis zum Viersternehotel aufgelistet. Die Turracher Höhe ist ein Hochplateau in den Nockbergen und wirbt auch mit ihrem Status als „allergiefreie Zone“. Wegen der Höhe und der Kälte im Winter gibt es keine Hausstaubmilben.
Die vielen kleinen, aber nicht aufdringlichen Attraktionen sind es, die das Skigebiet so liebenswert machen. Dazu gehört auch der Bauer, der Familien mit dem Pferdeschlitten zur Alpenachterbahn namens „Nocky-Flitzer“ bringt. Die Sommerrodelbahn, die auch im Winter in Betrieb ist, rauscht auf ihrer 1,6 Kilometer langen Strecke von der 2000 Meter hohen Bergstation bis zum 250 Meter tiefer gelegenen See hinunter. Es ist gut, dass die Passagiere in ihren Doppelsitzern gut angegurtet sind. Der rasche Wechsel von Kreiseln, Wellenbahnen und Sprüngen durch den Zirbenwald ist nichts für schwache Nerven.
Als großes Kapital erweist sich auch der riesige See, der die Turracher Höhe prägt. Zwischen Ende November und Anfang Mai ist er in der Regel zugefroren. Die Eisdicke wächst im Hochwinter auf rund 60 Zentimeter an. Neben Bahnen fürs Eisstockschießen werden auch 3000 Quadratmeter als Eislaufplatz freipoliert.

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