Im Hintergrund ragen die mit Regenwald überwucherten Berge des Lamru-Nationalparks empor, überblicken diesen paradiesischen Ort, mit dem auf den ersten Blick niemand etwas Schlechtes in Verbindung bringen könnte. Dies ist einfach kein Ort zum Sterben. Dabei muss es ein genauso schöner Tag wie heute gewesen sein, an jenem 26. Dezember vor sieben Jahren. Es gab keine dunklen Wolken am Himmel, die ein Unheil ankündigen. Die Katastrophe traf das Paradies Khao Lak am zweiten Weihnachtstag 2004 völlig unvorbereitet.
Jeder hat die verstörenden Bilder der Tsunami-Welle noch vor Augen, die nach einem Erdbeben vor der indonesischen Insel Sumatra über weite Küstenteile schwappte. 230 000 Menschen kamen ums Leben, davon über 4000 allein in der Region Khao Lak.
„Air Berlin“ fliegt von München aus mehrmals pro Woche direkt nach Phuket. In der Hauptsaison zwischen Dezember und Februar gibt es die Tickets ab 700 Euro. Der Transfer vom Flughafen nach Khao Lak dauert rund 70 Minuten.
Pauschalreisen zu den Traumstränden der Region bietet zum Beispiel TUI an: Sieben Tage im Fünf-Sterne-Luxus-Hotel „JW Marriott Khao Lak und Spa“ in direkter Strandlage sind in der Hochsaison inklusive Flug ab rund 1500 Euro pro Person zu haben. Informationen und Buchungen im Reisebüro sowie im Internet unter www.tui.com. Das Hotel liegt zentral, alle Nationalparks können gut per Taxi oder Bus erreicht werden.
Ganztages-Bootstouren durch den Ao Phang Nga-Nationalpark gibt es beispielsweise bei „Phuket Adventures“ ab etwa 400 Baht (ca. 10 Euro). Mehr unter www.phuket-adventures.com.
Sieben Jahre nach der Katastrophe muss man dort nach Spuren dieses dunklen Kapitels der Vergangenheit suchen. Die meisten Unterkünfte und Restaurants öffneten bereits knapp zwei Jahre nach dem Unglück wieder, viele wurden von Grund auf neu errichtet. Der Tourismus floriert, lockt sonnenhungrige Badegäste ebenso an wie abenteuerlustige Aktivurlauber, die auf dem Elefantenrücken oder zu Fuß den Dschungel erkunden oder per Bambus-Kanu reißende Flüsse in den Nationalparks hinunterfahren wollen. Das Paradies ist wiederauferstanden, und doch ist es ein anderes als vor dem Unglück.
„Die Struktur der Besucher hat sich schon deutlich geändert“, sagt Wolfgang Meusburger, der seit 20 Jahren im rund 80 Kilometer weiter südlich gelegenen Phuket lebt und dort ein Hotel betreibt. „Früher sind vor allem Backpacker in die Region rund um Khao Lak gekommen, in günstige Unterkünfte. Heute ist der Standard meist wesentlich höher, spricht andere Zielgruppen an.“
Nur dort, wo das Geld für eine umfangreiche Renovierung nicht gereicht hat, in einigen Seitenstraßen von Khao Lak City, lassen Wasserschäden an den Häuserfassaden noch erahnen, wie weit die gigantische Welle ins Landesinnere vorgedrungen ist. Am deutlichsten veranschaulicht dies ein Polizeiboot, das rund 1,6 Kilometer von der Küste entfernt mitten auf einer grünen Wiese steht. Dort hat es das Wasser vor sieben Jahren hingespült. Eine blaue Tafel erzählt nüchtern die Geschichte von „Police Boat 813“. An einem kleinen Infostand verteilen Einheimische Flyer und verkaufen Bücher, sogar ein Souvenirshop empfängt die Besuchergruppen.


Merken
|













