Wer kulturellen Reichtum und historische Bauwerke schätzt, findet in Thailand sicher reizvollere Orte als Koh Samui. Die thailändische Ferieninsel lebt vom Badeurlaub und vom bunten Nachtleben. Trotzdem ist die imposante „Big Buddha“-Statue zu einem Wahrzeichen der Insel geworden, was wohl daran liegt, dass das goldglänzende Gebilde schon aus weiter Ferne sichtbar ist. Neben dem „Big Buddha“ sieht man in der Tempelanlage noch viele kleinere Skulpturen, die alle mit buddhistischen Mythen verknüpft sind.
In seltsamem Kontrast zur meditativen Aura stehen die mit vergoldeteten Mini-Buddhas dekorierten Automaten, die eher an ein Spielcasino erinnern. Nach dem Einwurf von ein paar Münzen, kann man Zahlen ziehen, die einem die Zukunft voraussagen sollen. Die Nummer zwölf verheißt offenbar nichts Positives. „No luck“, kein Glück, lautet die Botschaft. Da ist es nur gut, dass gleich gegenüber von den Automaten ein paar Mönche postiert sind, die die Besucher gegen eine kleine Spende segnen und ihnen ein buntes Armband überstreifen, das gegen Unbill aller Art wappnen soll. „Die Mönche sagen, man soll gleich nach der Ankunft zum Tempel kommen und sich segnen lassen. Dann wird es ein perfekter Urlaub“, erzählt unsere Führerin.
Singapore Airlines bietet seit 27. September Flugverbindungen von Frankfurt über Singapur nach Koh Samui (ab 839 Euro inklusive Steuern und Gebühren). Die Flüge von Singapur nach Koh Samui erfolgen mit der Tochtergesellschaft Silk Air Silk. Der Flugplan sieht drei Flüge pro Woche vor, jeweils dienstags, donnerstags und sonntags. Auskünfte und Buchungen in Reisebüros, über Telefon 069 7195200 und im Internet unter www.singaporeair.com.
Informationen über das KC Hotel Resort auf Koh Samui unter www.kchotelsresorts.com.
Eine der bizarrsten Sehenswürdigkeiten auf Koh Samui ist in der Tempelanlage Wat Khunaram in der Nähe von Ban Hua Thanon im Süden der Insel zu bestaunen. 1973 starb Luang Phor Daeng, der damalige Abt des Klosters, nach einer mehrtägigen Meditation. Seinen Tod hatte er zuvor angekündigt und verlangt, dass man seinen Körper in aufrechter Haltung im Kloster präsentieren solle. Dort sitzt der mumifizierte Luang nun schon seit mehreren Jahrzehnten in einem Glaskasten und ist trotz des tropischen Klimas immer noch gut erhalten. Nur seine Augäpfel sind zerfallen, was die Wächter auf die Idee brachte, ihm eine coole Ray-Ban-Sonnenbrille aufzusetzen. Das wirkt etwas makaber, doch die Gläubigen scheinen sich daran nicht zu stören.
Dass Koh Samui zu einer der beliebtesten Ferieninseln der Welt mit jährlich über eine Million Besuchern geworden ist, liegt jedoch vor allem an den breiten Sandstränden und dem vielfältigen Unterhaltungsprogramm. Von den Folgen des Tsunamis im Dezember 2004 blieb Koh Samui verschont, was der Insel noch mehr Urlauber als zuvor bescherte. Zentren des Touristentrubels sind Chawaeng und Lamai an der Ostküste. Wer möglichst viel von der Insel sehen möchte, ist mit einem Motorroller am besten unterwegs. Auf der Ringstraße, die rund um die Insel führt, gelangt man rasch an die Süd-und Westküste, wo noch viele einsame Strände zu entdecken sind. Im Landesinneren laden mehrere Wasserfälle zu einer erfrischenden Dusche ein.
Koh Samui und die eine Bootsstunde entfernte Nachbarinsel Koh Phangan, auf der allmonatlich die inzwischen legendären „Full Moon Partys“ stattfinden, sind bekannt für ihr Nachtleben. In Chawaeng bummeln jeden Abend die Touristenmassen über die Promenade. In den Bars spielen Coverbands, in den Clubs wummern Technoklänge – nicht anders als auf Ibiza oder in Rimini. Etwas abwechslungsreicher geht es im „Reggae Pub“ zu, einem der ältesten Clubs der Insel, in dem sich die Hippie-Stimmung der siebziger Jahre erhalten hat. Als letztes Lied des Abends wird seit zwanzig Jahren Bob Marleys „No Woman No Cry“ gespielt.


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